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Die Zukunft des Detailhandels: Die Neuerfindung des Schaufensters nach Covid

Durch die COVID-19-Pandemie fiel das BIP in der Eurozone auf ein Rekordtief der Nachkriegszeit. Eine der am stärksten betroffenen Branchen war der Detailhandel.

Mit einer deutlichen Zunahme des Onlinehandels und einer Verschiebung zum Einkauf in der Region aufgrund der Homeoffice-Pflicht machten die Detailhändler in den Stadtzentren die grössten Einbussen.

Jetzt, wo die Beschränkungen allmählich gelockert werden und die Gesellschaft sich wieder öffnet, untersuchen wir, wie sich die Detailhandelslandschaft verändert hat und zeigen vier Möglichkeiten auf, wie sich Detailhändler für die Zukunft rüsten können.

Wer führt die Erholung im Detailhandel an?
Als die Pandemie über Europa hereinbrach, sank die Besucherzahl in den physischen Stores enorm: 40% der Konsumentinnen und Konsumenten in Frankreich, Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Schweden und dem Vereinigten Königreich besuchten weniger oft physische Geschäfte1.

Mit der Aufhebung des Lockdowns haben Detailhandelsformate mit grossen Aussenflächen, auf denen einfacher Abstand gehalten werden kann, bei Kundinnen und Kunden grossen Anklang gefunden1. Retail Parks haben sich in Spanien und Deutschland als besonders widerstandsfähig erwiesen. Hier liegen die Besucherzahlen heute fast wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie.1

Die Geschäfte in den Innenstädten dagegen haben mehr Mühe. Zwischen März 2020 und März 2021 durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass Einkaufsstrassen wie die Oxford Street in London, die Champs-Elysées in Paris, die Gran Vía in Madrid, die Rue Neuve in Brüssel, die Via del Corso in Rom und der Kurfürstendamm in Berlin alle einen erheblichen Rückgang der Kundenfrequenz zu verzeichnen haben.2

Ist die dramatische Zunahme des Onlineshoppings von Dauer? 
Auf dem Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie explodierte das Wachstum des elektronischen Handels in Europa.3 Interessant ist, dass die Konsumenten, die 2020 am meisten online einkauften, aus den Ländern kamen, die am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen waren (z.B. Spanien. Belgien und Italien). In den skandinavischen Ländern dagegen, die weniger starke Einschränkungen hatten, war der Anstieg des Onlinehandels deutlich geringer.4

Auch wenn sich der Offlinehandel erholt, sprechen die Zahlen für sich, wenn man die Wachstumsrate des E-Commerce mit der Wachstumsrate des Offlinehandels vergleicht. In Frankreich ist das Wachstum im Onlinehandel 7.6 Mal höher als im Offlinehandel, in Spanien 11.2 Mal höher, in den Niederlanden 12.2 Mal höher und in Italien gar 16.2 Mal höher.3

Die Frage ist also nicht, ob die Menschen weiterhin online einkaufen, sondern wie häufig sie einkaufen, wie viel sie ausgeben und wie ihre neuen Online-Einkaufsgewohnheiten sich auf ihre Einkäufe in physischen Geschäften auswirken werden.

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Wie können sich Detailhändler auf die Zukunft vorbereiten?
In einer sich verändernden Detailhandelslandschaft ist es klar, dass Unternehmen ihre Einstellung ändern müssen, um ein ansprechenderes Kundenerlebnis zu schaffen. Mit den folgenden vier Möglichkeiten können sich Detailhändler für die Zukunft rüsten:

  • Verbinden Sie online mit offline Verwandeln Sie Ihre Geschäfte in Mini-Vertriebszentren, in denen die Kunden Artikel online bestellen und entweder im Geschäft abholen oder sofort liefern lassen können. 34% der Detailhändler meldeten nach der Einführung eines Click & Collect-Service einen Umsatzanstieg.5 Detailhändler können ausserdem Bestellungen von Waren, die sie auf Lager haben, vorbereiten und dann über lokale Lieferdienste wie Uber Direct oder lokale Kuriere ausliefern lassen. 
  • Ermöglichen Sie bargeldlose Bezahlung 
    Während der strikten Covid-Einschränkungen haben sich die Kundinnen und Kunden zunehmend an schnellere kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten gewöhnt, die sie für sicherer und hygienischer halten. Clevere Detailhändler untersuchen Optionen, die es den Kunden ermöglichen, mit der Methode ihrer Wahl zu bezahlen - sei es mit ihrer Karte, ihrem Telefon oder sogar mit Wearables wie Smartwatches. Hier erfahren Sie mehr über bargeldlose Transaktionen. 
  • Handeln Sie ethisch
    Detailhändler, die während der Pandemie ein soziales Gewissen bewiesen haben, werden mehr Kunden gewinnen, wenn sich das Leben wieder normalisiert. 62% der Konsumentinnen und Konsumenten geben an, dass ihnen aufgrund der Pandemie ethische Aspekte wie die faire Bezahlung von Mitarbeitenden, der Beitrag an die Gemeinschaft oder die Sorge um die Umwelt wichtiger geworden sind. Am stärksten ist dieses Gefühl bei den 18- bis 34-Jährigen ausgeprägt: 64% von ihnen geben an, dass sie lieber bei Unternehmen einkaufen würden, die ein Bewusstsein für Mensch und Umwelt zeigen.
  • Nutzen Sie Social Media
    Die meisten sozialen Plattformen haben die Möglichkeiten des «Social Commerce» erkannt. Facebook, Instagram und Snapchat haben bereits e-Commerce-Funktionen lanciert und TikTok testet solche Funktionen in Europa.7 Aber man muss sich in die Landschaft einfügen. Der Erfolg im «Social Commerce» liegt darin, die Konsumenten mit Inhalten zu fesseln, die sie ansprechen. Das bedeutet, dass sogar Verkaufsinhalte auf die Interessen der Nutzer ausgerichtet sein und zur Ästhetik der Plattform passen müssen, auf der sie erscheinen.

Letztlich ist es schwierig, die Zukunft des Detailhandels vorherzusagen, da die Pandemie das Wachstum des Onlinehandels so stark beschleunigt hat, dass die alten Regeln nicht mehr gelten.

Was wir wissen, ist, dass das neue Schaufenster dort ist, wo sich die Aufmerksamkeit des Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet. Und die Fähigkeit, diese Aufmerksamkeit zu gewinnen und die flüchtige Gelegenheit zu nutzen, wird der Schlüssel zum Erfolg in der neuen Welt des Detailhandels sein.

Schauen Sie sich unsere vielfältigen Lösungen für den Detailhandel an und erfahren Sie, wie Brother Detailhändlern hilft, ihre Effizienz zu steigern, die Kunden zu binden und ihre Gewinnmargen aufrechtzuerhalten.


Quellen:

1. euro.savills.co.uk/portugal/spotlight-european-retail-sep-20.pdf
2. mytraffic.io/en/european-high-streets-120-ranking-en
3. nielseniq.com: "Europe’s next step in e-commerce growth" - June 2021
4. www.statista.com: "E-commerce increase due to coronavirus in Europe by country 2020" - April 2021
5. etaileurope.wbresearch.com/blog/state-click-collect-2020-strategy
6. retailtimes.co.uk/socially-conscious-convenience-driven-retailers-set-to-win-post-pandemic-new-research-reveals/
7.retail-insight-network.com/features/is-social-media-ecommerce-on-the-rise-industry-experts-respond/ 

 
 

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