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Wie wir mit Beschriftung und Digitalisierung Food Waste im Detailhandel reduzieren können

Wenn Sie im Lebensmittelhandel tätig sind, werden Sie Lebensmittelabfälle wahrscheinlich als unvermeidliche Tatsache des Geschäfts betrachten.

Mangelhaftes Obst und Gemüse, Dosen mit falsch bedruckten Etiketten, geöffnete Multipacks und Süsswaren mit saisonalen Verpackungen gehören zu Ihrem Alltag. All diese Lebensmittel können nicht mehr verkauft werden und werden weggeworfen oder zu reduzierten Preisen abverkauft.

In der gesamten EU-Lieferkette werden jedes Jahr 88 Mio. Tonnen Lebensmittel verschwendet. Die damit verbundenen Kosten werden auf 143 Mia. Euro geschätzt. Da 5% dieser Lebensmittelabfälle in der EU auf der Einzel- und Grosshandelsstufe des Lebensmittelkreislaufs1 anfallen, sind dies 4,4 Mio. Tonnen verschwendete Lebensmittel im Wert von 7,2 Mia. Euro.

Food Waste hat auch enorme Auswirkungen auf die Umwelt: Satte 8 bis 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen2 sind auf nicht verbrauchte Lebensmittel zurückzuführen.

Die Menge an verschwendeten Lebensmitteln ist wahrscheinlich nicht auf einen übermässigen Einkauf oder eine schlechte Lagerhaltung zurückzuführen, sondern auf die Wahrnehmung der Frische durch die Kunden. Kennzeichnungen werden häufig missverstanden. Der Bericht der EU-Kommission über Lebensmittelverschwendung nennt die Verwirrung über Mindesthaltbarkeits- und Verfallsdaten als einen der Faktoren, die zum wachsenden Problem des Food Waste beitragen1.

Es gibt bereits Innovationen, die diese Probleme angehen, indem sie Informationen zum Zustand von Lebensmitteln in Echtzeit bereitstellen – so zum Beispiel Verpackungen mit Sensoren, die ihre Farbe ändern, wenn der Inhalt nicht mehr geniessbar ist, oder so genannte «Smart Bump»-Labels, die ihre Beschaffenheit ändern, wenn die verpackte Ware schlecht wird.

Da sich diese Lösungen noch im Entwicklungsstadium befinden, stellt sich aber die Frage, was Lebensmittelhändler heute tun können, um das Problem der Lebensmittelverschwendung lösen zu können.

Lagerbestände verwalten und Produktmengen mithilfe von Echtzeitinformationen reduzieren
Im Lebensmittelhandel müssen die Regale stets gut aufgefüllt sein, damit die Produkte für die Kunden attraktiver sind.

Aus Kundensicht bedeutet ein späteres Verfallsdatum, dass ein Produkt frisch ist, während ein Produkt, das kurz vor dem Ablaufdatum steht, als minderwertig betrachtet wird. Dies führt dazu, dass ein Teil der Produkte zwangsläufig am letzten Tag, an dem sie verkauft werden können, reduziert werden müssen.

Die meisten Supermärkte und kleinen und mittleren Detailhändler verwenden denselben Prozess für die Reduzierung der Produkte. Die Mitarbeitenden scannen Barcodes von Artikeln, deren Verfallsdatum bevorsteht. Das System ermittelt dann anhand der Verkaufszahlen der vorangehenden Tage, wie viele der verbleibenden Produkte voraussichtlich noch verkauft werden können. Auf dieser Grundlage legt dann entweder das System oder das Personal einen neuen Preis fest.

Es lohnt sich, diesen Ansatz in Erwägung zu ziehen, wenn Sie noch nicht in ein Verfahren investiert haben, das es Ihnen ermöglicht, die Lagerbestände in Echtzeit zu verwalten und/oder die Produkte manuell zu reduzieren.

Wie können Etikettendrucker zur Reduzierung von Food Waste beitragen?
Mit einem drahtlosen Etikettendrucker, der mit einem Scanner oder smarten Gerät kommuniziert, das mit Ihrer Backoffice-Software verbunden ist, können Produkte basierend auf aktualisierten Informationen reduziert werden. Mitarbeitende stellen beispielsweise fest, dass ein reduziertes Produkt sich nicht so gut wie erwartet verkauft und können entsprechend einen Preis nochmals senken und die erforderlichen Etiketten schnell und einfach ausdrucken.

Es lohnt sich auch, darüber nachzudenken, wie Sie mit Hilfe von Technologie den grössten Wert aus unverkauften Lebensmitteln herausholen können. Die Minimierung Ihrer finanziellen Verluste ist jedoch nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Es gibt smarte Plattformen, die als digitale B2B-Marktplätze dienen, die Unternehmen anbieten, überschüssige Lebensmittel zu verkaufen. Diese können besonders nützlich sein, wenn lokale Schulen, Wohltätigkeitsorganisationen und Tafeln vor Ort nicht in der Lage sind, sie Ihnen abzunehmen.

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Was für Vorteile bringt die Bewirtschaftung von Lebensmittelabfällen?
Unternehmen mit Initiativen zur Verringerung von Lebensmittelabfällen ziehen eher finanzielle Vorteile aus ihren Massnahmen. Untersuchungen des World Resources Institute (WRI) und des Waste & Resources Action Programme (WRAP) ergaben, dass die meisten Unternehmen für jeden in die Reduzierung von Lebensmittelabfällen investierten Dollar 14 Dollar oder mehr einsparen konnten3.

Initiativen zur Bewirtschaftung von Lebensmittelabfällen verbessern auch den Ruf Ihrer Marke, da das Thema in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert hat. 2021 geben 66% der europäischen Konsumenten an, dass sie bereit wären, ihre Ernährung anzupassen, um nachhaltiger zu sein. Dieser Anteil hat sich während der Pandemie noch verstärkt, da 37% der Verbraucher weltweit angaben, dass ihr Interesse an nachhaltigen Produkten gestiegen ist2.

Welche europäischen Food Waste-Initiativen sollten Sie kennen?
Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, die weltweite Lebensmittelverschwendung pro Kopf im Detailhandel und beim Verbraucher zu halbieren und die Lebensmittelverluste entlang der Produktions- und Lieferketten bis 2030 zu verringern. Dies steht im Einklang mit Ziel 12 der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, mit dem ein nachhaltiger Konsum und eine nachhaltige Produktion sicherstellt werden sollen und welches ein spezifisches Ziel zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung beinhaltet1.

In der EU werden jedes Jahr pro Person durchschnittlich 173 kg Lebensmittel weggeworfen2. Der Detailhandel ist aber nur für einen kleinen Teil der Lebensmittelverschwendung verantwortlich. Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle in der EU werden von den Haushalten verursacht – das entspricht 47 Mio. Tonnen3.

Wie können individuell gestaltete Lebensmitteletiketten zur Aufklärung der Kunden beitragen?
Ein Problem ist, dass Kunden möglicherweise reduzierte Produkte kaufen, sie aber später wegwerfen, wenn sie sie nicht am Tag des Kaufs essen. Hier hätten Detailhändler jeder Grösse die Möglichkeit, Etiketten zu individualisieren, um Kunden darüber aufzuklären, was Frische bedeutet.

Eine Option besteht darin, Aufkleber mit QR-Codes zu generieren und auszudrucken. Dies eignet sich insbesondere für lose Früchte und Gemüse, die keine Etiketten haben und vielleicht durch eine falsche Handhabung kleine Schönheitsfehler haben. Viele Kunden benützen ein Smartphone und reagieren wahrscheinlich auf irgendeine Form der Aufforderung zur Handlung. Durch Scannen des QR-Codes könnten die Kunden auf eine Website weitergeleitet werden, auf der sie Informationen dazu finden, warum unvollkommene und zerquetschte Früchte durchaus geniessbar sind oder was das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich bedeutet.

Wenn Ihre Kunden wissen, dass Sie das Problem der Lebensmittelverschwendung ernst nehmen und etwas Praktisches dagegen unternehmen, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass sie wieder bei Ihnen einkaufen.

Letztendlich werden die Einführung neuer Technologien und die Überprüfung des Kundenverhaltens die Lebensmittelverschwendung nicht vollständig beseitigen. Jedoch ist dies ein guter Anfang für Ihren Betrieb und Ihre Rentabilität.

Erfahren Sie mehr über die Lösungen für den Detailhandel und die Etikettendrucker von Brother.

1 https://www.europarl.europa.eu/news/en/headlines/society/20170505STO73528/food-waste-the-problem-in-the-eu-in-numbers-infographic  
2 https://www.stylus.com/the-food-waste-opportunity - ©Stylus Media Group 2021
3 https://ec.europa.eu/food/food/food-waste/stop-food-waste_en

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