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B31-Wie COVID das Gesundheitswesen verändert

Wie COVID das Gesundheitswesen verändert

Wird COVID-19 das Gesundheitswesen für immer verändern? Die Technologie hinter einer besseren Zukunft für das Gesundheitswesen.

Die COVID-19-Pandemie hat den Gesundheitssektor weltweit vor eine noch nie dagewesene Herausforderung gestellt. Vom Pflegepersonal über Rezeptionistinnen bis hin zu Ärzten und IT-Abteilungen leisteten alle Übermenschliches und setzten sich gemeinsam dafür ein, das Gesundheitswesen auch in dieser beispiellosen Situation am Laufen zu halten.

Die Geschwindigkeit, mit der neue Abläufe – ja sogar völlig neue Krankenhäuser – geplant und aufgebaut wurden, ist einfach nur phänomenal. Aber wie geht es jetzt mit dem Gesundheitssektor weiter?

«Es ist dringend notwendig, nicht nur mehr Fachkräfte zu gewinnen, auszubilden und zu halten, sondern auch dafür zu sorgen, dass ihre Zeit dort eingesetzt wird, wo sie den grössten Nutzen bringt, nämlich bei der Betreuung der Patienten.»
European Institute of Technology Health

Eine der wichtigsten Folgen von COVID-19 ist die Veränderung des Umgangs unserer Gesundheitseinrichtungen mit den Menschen. Zur Sicherheit des Personals und der Patienten haben Kliniken und Arztpraxen den persönlichen Kontakt reduziert und Wartezimmer durch Online- und Telefontermine ersetzt.

Angesichts der Tatsache, dass die Einführung von Ferndiensten den Druck auf das Klinikpersonal verringert hat, wäre es sinnvoll, diese Optionen in die Überlegungen einzubeziehen, wie die Gesundheitsversorgung nach der Rückkehr zur Normalität aussehen wird.

Sicherlich hat COVID-19 den digitalen Wandel im Gesundheitswesen beschleunigt – und viele, die der Digitalisierung einst skeptisch gegenüberstanden, konnten sich aus erster Hand von den Vorteilen überzeugen, die sie für Patienten und Fachkräfte bietet.

Wie sich die Arbeitsabläufe verändert haben
Die COVID-19-Pandemie hat dazu geführt, dass auch im Gesundheitswesen viele im Homeoffice arbeiten mussten. Entsprechend war der Zugriff auf Papierunterlagen schwierig. Dank den bereits verfügbaren digitalen Lösungen für diese Herausforderungen – wie bspw. Dokumentenscanning und Erstellung elektronischer Unterlagen – konnten die Arbeitsprozesse nahtlos fortgesetzt werden. 

Gesundheitsdienstleister, die über solide, etablierte Systeme für den Umgang mit Daten und Dokumenten verfügen, sind besser in der Lage, sich anzupassen. Systeme, bei denen Fachärzte Patientendossiers am Bildschirm abrufen, Informationen schnell austauschen und Behandlungen sofort über Videoanrufe mit ihrem erweiterten Team besprechen können, bieten dabei besondere Vorteile. 

Dank der Digitalisierung der Patienteninformationen verlieren die Fachleute weniger Zeit für die Verwaltung mehrerer Systeme oder das Warten auf Papierdokumente und gewinnen wertvolle Stunden für persönliche Gespräche mit den Patienten. Aber dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Tätigkeiten, die aktuell bis zu 80% der Arbeitszeit des Klinikpersonals in Anspruch nehmen, können durch den Einsatz von Technologie rationalisiert oder sogar eliminiert werden.1

Dies wird durch Daten aus einem 2020 erschienenen Bericht des Europäischen Technologieinstituts und von McKinsey untermauert, in dem es heisst, dass die Technologie nicht nur den Zeitaufwand für administrative Aufgaben verringern, sondern auch den Arbeitskräftemangel lindern und die Forschung und Entwicklung für lebensrettende Behandlungen beschleunigen könnte.

Die langfristige Perspektive des Wandels
Während der Pandemie erfolgte die kurzfristige reaktive Einführung von Technologien parallel zu längerfristigen Veränderungen in den Gesundheitsversorgungsprozessen, die bereits im Gange waren. Bereits zu Beginn der Pandemie gaben 77% der Ärzte in europäischen Kliniken an, dass ihre Organisation bereits «ziemlich gut» oder «sehr gut» auf die Einführung digitaler Technologien vorbereitet sei.2

Angesichts dieser beschleunigten digitalen Entwicklung geben 74,4% der Allgemeinärzte, 60,2% der Ärzte in der Sekundärversorgung und 56,8% des Pflegepersonals in der EU an, dass COVID-19 die Einführung digitaler Technologien zur Veränderung ihrer Arbeitsabläufe gefördert hat.2

Während der Pandemie hat sich gezeigt, dass sich die Arbeit der IT-Abteilungen für die Modernisierung und Stärkung der Technologie im Gesundheitswesen ausgezahlt hat. Die meisten haben den unglaublichen Druck mit Bravour gemeistert und so Raum für eine engere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ärzten, Disziplinen und sogar Ländern geschaffen.

Cristian Bușoi, rumänischer Arzt und Mitglied des Europäischen Parlaments, anerkannte diese Entwicklung hin zu einer stärkeren Zusammenarbeit: «Ich bin sicher, dass diese Zusammenarbeit, dieser Dialog und diese Solidarität fortgesetzt werden. Wenn wir uns nicht in einer Krise befinden, wird es vielleicht schwierig sein, dasselbe Engagement aufzubringen, aber die Entschlossenheit wird dieselbe sein, denn jeder hat verstanden, was wir auf EU-Ebene tun können.»3

«Die Pandemie mit all ihren Herausforderungen hat zweifelsohne dazu beigetragen, das Wachstum zu beschleunigen. Die Beteiligten haben dafür gekämpft, dass die Versorgung schnell erfolgte und auch aus der Ferne sichergestellt war. Diese Dynamik muss nun jedoch beibehalten werden, um sicherzustellen, dass die Vorteile für die Gesundheitssysteme langfristig verankert und zukunftsfähig sind – denn letztendlich profitieren wir alle davon.»
Jan-Philipp Beck, CEO European Institute of Technology Health

b31

Ausgrenzung vermeiden
Trotz all dieser Versprechungen ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass es beim digitalen Wandel im Gesundheitswesen nicht nur um Daten und Arbeitsabläufe geht, sondern um Menschen. Deshalb müssen wir besonders behutsam vorgehen. 

Eine 100%-ige Umstellung auf die digitale Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen könnte zu einer Ausgrenzung derjenigen Menschen führen, die sie am meisten benötigen. Der digitale Zugang ist nach wie vor ein Problem für ältere, ärmere und bildungsfernere Bevölkerungsschichten. Untersuchungen zufolge nutzen 80 Millionen Europäer nie das Internet, weil sie entweder keinen Computer haben oder es zu teuer ist. 28,9% der Europäer verfügen nicht über grundlegende digitale Fähigkeiten, was das Risiko erhöht, von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen zu werden.

Und auch das menschliche Wesen spielt bei diesem Wandel eine Rolle. Denn selbst wenn die Technologie für viele vorhanden ist, können sich manche Patienten mit der Idee einer Videosprechstunde vielleicht noch nicht anfreunden. Vor allem in einem Bereich, in dem Datenschutz und Sicherheit ein grosses Thema ist.

«Die COVID-19-Pandemie hat nicht nur das Gesundheitswesen durcheinandergebracht und radikale Veränderungen der Versorgungsmodelle bewirkt, sondern auch die Digitalisierung um mindestens ein Jahrzehnt beschleunigt. Dieser digitale Wandel wird die Zukunft des Gesundheitswesens entscheidend mitgestalten.»

Deloitte: Digital Transformation

Gestaltung einer neuen IT-Landschaft im Gesundheitswesen
Die wahren Folgen von COVID-19 werden sich möglicherweise erst in vielen Jahren zeigen. Wenn der Sektor jedoch auf den Fortschritten der letzten Monate aufbauen will, muss er die Dynamik beibehalten. Während viele Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen gezeigt haben, wie die Digitalisierung und die richtige IT-Infrastruktur den Patienten zugutekommen und den Druck an der Front lindern können, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, wie schnell dieser Wandel stattgefunden hat. 

Normalerweise ist die Gesundheitsbranche für ihre Bürokratie und ihr langsames Reformtempo berüchtigt, aber diese Pandemie hat gezeigt, dass sie zu schnellen Anpassungen fähig ist, wenn die Notwendigkeit von Veränderungen klar und deutlich ist. Jetzt ist es ganz wichtig, dass wir aus diesen Erfahrungen lernen und sie an die neue Landschaft nach der Pandemie anpassen. 

«Ein Vermächtnis der Pandemie werden wahrscheinlich neue Beziehungsparadigmen sein, die auf Zusammenarbeit, Goodwill und einem erhöhten Mass an Vertrauen basieren. Die Einstellung zur Pflege hat sich geändert, und lange Zeit bestehende Grenzen wurden aufgehoben.»
Deloitte: Digital Transformation

IT-Abteilungen werden hier eine zentrale Rolle spielen. Viele von ihnen haben bereits Erfahrungen mit der Einführung von Technologien im Gesundheitswesen gesammelt, sei es durch besseres Scannen und gemeinsame Nutzung von Dokumenten oder durch verbesserte Remote-Arbeit. Die Herausforderung wird darin bestehen, sicherzustellen, dass dies auch auf Makroebene geschehen kann. 

Auch wenn die Ereignisse katastrophal waren, haben sie doch zwei wesentliche Merkmale der Gesundheitsdienste in Europa aufgezeigt: Widerstandsfähigkeit und Innovation.

Es ist eine tolle Chance: Eine, bei der IT-Führungskräfte eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung der Arbeitsabläufe, der Zusammenarbeit und des Patientenerlebnisses im Gesundheitswesen in ganz Europa einnehmen können.

Brother blickt auf eine lange Geschichte und weitreichende Erfahrungen in der Bereitstellung von Technologielösungen für das Gesundheitswesen zurück. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, den Arbeitsalltag des Personals in Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäusern zu erleichtern. 

Für weitere Informationen lesen Sie unsere Seiten über das Gesundheitswesen oder kontaktieren Sie noch heute unser Expertenteam.

Quellen:
1. sciencebusiness.net: “EIT Health urges European healthcare providers to embrace AI and technology after the pandemic highlights fragility of healthcare systems” – April 2021
2. Deloitte: "Digital transformation: Shaping the future of European healthcare – September 2020
3. sciencebusiness.net: “Pandemic could prompt healthcare overhaul” – 18 Mai 2021

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