Zum Warenkorb hinzugefügt
  1. Home Brother
  2. Blog
  3. Digital Transformation
  4. 2020
  5. 5 gesellschaftliche Triebkräfte für die neue Arbeitswelt

5 gesellschaftliche Triebkräfte für die neue Arbeitswelt

Büros werden sich in den kommenden Jahren aus einem Grund massgeblich verändern: die Leute, die darin arbeiten, verändern sich.

Bis jetzt wurden die Arbeitspraktiken durch von früheren Generationen festgelegte, verwurzelte Muster bestimmt. Der demografische und gesellschaftliche Wandel schafft nun zahlreiche neue Anforderungen.

Was für Triebkräfte führen zu Veränderungen am Arbeitsplatz?

Jüngere Generationen dominieren die Arbeitswelt

Bis 20251 werden die zwischen 1980 und 2000 geborenen Millennials mehr als 75% der Arbeitnehmer ausmachen. Diese Generation ist bereit, die Arbeitswelt umzugestalten. Die Millennials werden vermehrt Positionen im Management und in Verwaltungsräten besetzen, während die zwischen 2000 und 2009 geborene jüngere Generation ihren Einfluss ebenfalls ausbauen wird.

Diese jungen Arbeiternehmer sind mit Internet, Tablets und Smartphones aufgewachsen und haben grosse digitale Erwartungen. Sie leben in einer Kultur der Unmittelbarkeit und sehnen sich nach kreativen, kooperativen Impulsen. Im Gegensatz zu früheren Generationen halten die meisten von ihnen nichts von Hierarchien und legen viel Wert auf nomadisches Arbeiten.

Am allerwichtigsten aber ist, dass sie Unternehmergeist haben, keine Risiken scheuen, veraltete Prozesse gerne hinterfragen und eine radikale Start-up-Mentalität mitbringen, mit der sie ganze Branchen verändern können. Sie werden die Arbeitswelt der Zukunft massgeblich mitgestalten.

Der Tag wird von der Technologie organisiert

Systeme wie digitale persönliche Assistenten werden in Zukunft einen Arbeitstag planen, der abwechslungsreich ist und für ein optimales Wohlbefinden und eine optimale Produktivität sorgt.

Eine Software wird erkennen, dass ein Mitarbeiter lange am Bildschirm sitzt, und dafür sorgen, dass er zwischendurch ein Meeting hat, sich bewegt oder sich vielleicht eine halbe Stunde in einer Schlafkapsel ausruht. Alles wird fein abgestimmt, um die persönliche Produktivität zu optimieren.

Ganz wichtig ist, dass das System den Überblick über alle Mitarbeiter hat. Das heisst, dass Kalender und Termine koordiniert und somit die Produktivität des Unternehmens maximiert werden kann.

Erhöhung des Rentenalters

Die zwischen 1944 und 1964 geborenen Babyboomers gehen nun nach und nach in Pension und die Arbeitgeber legen entsprechend den Fokus auf die Einstellung jüngerer Arbeitnehmer. Die Unternehmen sollten sich aber bewusst sein, dass diese Pensionierungswelle nur ein vorübergehendes Phänomen ist.

Dank den medizinischen Fortschritten und der längeren Lebenserwartung wird das Rentenalter in ganz Europa nach und nach erhöht. Einige Länder koppeln das künftige Rentenalter gar an die Lebenserwartung2. Es wird je länger je offensichtlicher, dass die heute 20- bis 30-jährigen Arbeitnehmer erst nach ihrem 70. Geburtstag in Rente gehen werden. 

Die Arbeitnehmer sollten sich also auf Fünf-Generationen-Arbeitsplätze einstellen, an denen 20-Jährige mit 70-Jährigen zusammenarbeiten. Mit einer guten Planung kann sichergestellt werden, dass es keine Konflikte zwischen diesen verschiedenen Generationen gibt, sondern sie sich ergänzen, indem sie bei ihrer Zusammenarbeit Kompetenzen und Wissen austauschen.

Globalisierung und nomadische Mitarbeiter

Die Entwicklung unserer menschlichen Bedürfnisse offenbart den Durst nach Freiheit, der sich natürlich enorm auf den Arbeitsplatz auswirkt.

Ob es nun darum geht, aus der Ferne zu arbeiten, weniger zu arbeiten, Elternurlaub zu nehmen oder mehr Ferien zu machen – die Arbeitnehmer werden viele verschiedene Möglichkeiten haben, um ihre Arbeit an ihre finanzielle Situation und ihren Lebensstil anzupassen.

Die Technologie eröffnet den Arbeitnehmern noch mehr Möglichkeiten: Sie können freiberuflich, im Job-Sharing oder Teilzeit arbeiten, einen andern Karriereweg einschlagen, die Chancen der Globalisierung nutzen oder ein Unternehmen gründen, um ihre finanziellen Mittel und ihren Lebensstil in Einklang zu bringen.

Arbeitgeber werden sich entsprechend noch mehr anstrengen müssen, um ihre Mitarbeiter zufriedenzustellen und sie nicht zu verlieren.

Diversität im Unternehmen

Nach Angaben der Weltbank machen in der EU Frauen 45.9% der erwerbstätigen Bevölkerung aus3. Während der vermehrte Einfluss der Frauen eine grosse positive Wirkung auf die Arbeit, die Produktivität und den Unternehmergeist hat, hat sich an der Arbeitsumgebung dadurch bisher wenig geändert.

Die Geschlechtergleichheit ist jedoch nicht die einzige Chance. Designinnovationen könnten dafür sorgen, dass auch die Talente von Arbeitnehmern mit Legasthenie, Autismus, körperlichen Behinderungen usw. genutzt werden können.

Der Druck auf die Unternehmen, diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht nur zu berücksichtigen, sondern auch zu begrüssen, wird von Jahr zu Jahr grösser. Denn wer möchte schon für ein Unternehmen arbeiten, in dem alle genau gleich sind?

Die Gesetzgebung wird die Arbeitgeber zur stetigen Verbesserung verpflichten

Die oben genannten gesellschaftlichen Triebkräfte werden von der gesetzlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützt.

Bei den Bemühungen um eine Angleichung des Lebensstandards der europäischen Arbeitnehmer wird es immer wieder vorkommen, dass der Gesetzgeber Ideen übernimmt, die sich international bewährt haben. Für eine Reihe von Wohlfühlfaktoren wie Beleuchtung, Sitzkomfort und Bildschirmzeit könnten Mindestnormen gelten.

Bewertungen der Anbindung von Büros und Akkreditierungs-Initiativen werden Unternehmen und Freelancern die Wahl der besten Räumlichkeiten erleichtern.
Diese Vorschriften sind für die Arbeitnehmer natürlich fantastisch. Die Unternehmen werden jedoch gefordert sein, all die Neuerungen einzuhalten.

Quellen:
1 Quocirca Print 2025: Millennial’s Matter report (www.print2025.com)
2 Morey Smith: The Future of the Workplace (www.moreysmith.com/what-will-offices-be-like-in-2025)
3 World Bank, Labor force, female (https://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.TOTL.FE.ZS)

Mehr über Digital Transformation

Das könnte Ihnen auch gefallen

Error: Generic Text label 'Back to top' doesn't exist (Site: 'MAIN-CH').